Dolomitenfahrt 2019

Die Südtirol-Fahrt des WSV findet in diesem Jahr vom 20. – 22. September 2019 statt. Bereits sechs Jahre sind vergangen, seit wir das letzte Mal in Corvara Quartier bezogen haben und weil in der Umgebung so viele schöne Gipfelziele locken, fahren wir wieder hin.

HIER gibt’s das Programm und alle Infos zur Anmeldung zum Download.

Entspannte Wettkampfatmosphäre beim Münchner Sommernachtslauf

Einen ganz entspannten Wettkampf konnten einige zellerreiter Läuferinnen am Abend des 10. Juli genießen, denn beim münchner Sommernachtslauf geht es laut Veranstalter vor allem um den Spaß, „Dabeisein ist alles“ lautet hier das Motto. Die schöne Strecke durch den Olympiapark bot hierbei natürlich auch einige schöne Ausblicke. Neben dem Olympiastadion ging es auch über den Olympiaberg und um den Olympiasee. Die Länge der Wettkampfstrecke konnte hier jeder spontan selbst bestimmen: Die Streckenführung auf dem 5- Kilometer-Rundkurs machte es möglich, nach einer gelaufenen Runde entweder ins Ziel zu sprinten, oder auf eine zweite Runde zu starten.

Sophie Gerer und Vroni Gacia entschieden sich für 10-Kilometer durch den Olympiapark und wurden trotz der ungewöhnlichen Wettkampfzeit am Abend mit Zielzeiten von 46:52 Min. (Vroni) und 48:15 Min (Sophie) sogar 14. und 21. Frau in der Gesamtwertung.

Lisa Brunnthaler und Franzi Gäch gaben auf der 5-Kilometer-Distanz Gas und belegten mit 25:21 Min (Lisa) und 25:32 Min (Franzi) die Plätze 3 und 4 in der Gesamtwertung der Frauen!

Stockerlplätze beim Attler Lauf 2019 fest in zellerreiter Hand

14 WSVler LäuferInnen waren in diesem Jahr wieder beim Attler Lauf dabei.

Wie in jedem Jahr durfte der Attler Lauf im Wettkampfturnus der WSVler LäuferInnen natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Und aufgrund der großen Nähe zur Heimat starteten auch diesmal wieder einige WSVlerInnen, die sich sonst nicht so zu den „Wettkampftypen“ zählen – der Attler Lauf ist schließlich ein Lauf für jedermann und die tolle Stimmung und Streckenführung durch die Stiftung machen den Lauf zu einem unvergesslichen Event.

Dabei konnten sich die WSVler neben dem teilnehmerstarken SC Haag zwar nicht den Preis für den Verein mit den meisten Teilnehmern sichern, aber dafür räumten unsere Läuferinnen auf den Stockerlplätzen der Altersklassen ordentlich ab.

Beim 5-Kilometer-Lauf lief Morena Maierbacher in der weiblichen Jugend U20 mit einer Zielzeit von 24:20 Min. auf Platz 1 und auch Josef Maierbacher dominierte die männliche Jugend U20 mit einer Spitzenzeit von 20:53 Min.

Auf der 10-Kilometer-Distanz konnten Vroni Gacia, Tina Hamedinger und Sophie Gerer wie schon in den letzten beiden Jahren das Stockerl der Damen-Hauptklasse fest in zellerreiter Hand halten. Vroni Gacia (43:50 Min.) lief auf den ersten Platz, Tina Hamedinger (47:26 Min.) sicherte sich den zweiten und Sophie Gerer (49:52 Min.) machte das zellerreiter Trio komplett.

Trainingslager Jugend 2019

Long-Run am Inndamm beim Trainingslager 2019

Für die Laufjugend (und alle junggebliebenen Läufer) stand dieses Jahr wieder ein Trainingslager „dohoam“ auf dem Programm! Sophie, Tina und Vroni freuten sich über die vielen Anmeldungen für ihr Trainingslager von Gründonnerstag bis Karsamstag.
Gestartet wurde am Donnerstagabend um 19:30 Uhr in Attel mit Vronis berühmtem Workout. Neben Vronis Stammbesetzung, welche auch zum Teil vertreten war, gab es so eine Prämiere: das männliche Geschlecht war zu fünft in der Halle vertreten! Übungen für Kraft und Körperspannung waren eine ungewohnte Herausforderung für manche und auch die Dehnbarkeit wurde auf die Probe gestellt. So standen allen zähe, aber auch lustige eineinhalb Stunden bevor mit Vronis gewohnter lockerer Art

Am Freitag starteten die 15 Teilnehmer bereits morgens um 9.00 Uhr mit einer anstrengenden, aber für einen erfolgreichen Läufer unerlässlichen Trainingseinheit: dem Intervalltraining! Auf dem Plan standen mindestens 10x 200m so schnell wie möglich. Derjenige, mit den meisten Runden wartete natürlich auch eine kleine Belohnung (Joseph Maierbacher siegte mit 15 Runden). Vor dem Tempotraining allerdings wurde noch jeder Läufer bei Laufen gefilmt, um in Zukunft an einer noch besseren Technik arbeiten zu können. Der Vormittag wurde mit einem kleinen Parcours an der slackline, einem Staffellauf der besonderen Art und ausführlichem Dehnen abgeschlossen.

Der Samstag startete mit der Auswertung der Videos. Jeder bekam individuelle Tipps von der Physiotherapeutin Sophie Gerer, welche Muskelpartien trainiert werden sollten und auf was bei der Lauftechnik noch zu achten wäre. Anschließend startete die gesamte Gruppe (immerhin 13 Personen) eine lange Trainingseinheit. Die Runde führte uns am Inndamm entlang nach Wasserburg und über Gabersee zurück nach Attl. Die jüngeren Läufer teilten sich die Strecke (Läufer und Radfahrer) und so konnte das gesamte Team vom Fahrrad aus auch noch mit Getränken versorgt werden. Nach der Mittagspause wurde im Rahmen eines Zirkeltraining draußen noch ein Kraft- und Beweglichkeitstraining durchgeführt. Insgesamt war es ein erfolgreiches Trainingslager mit einem motiviertem Team, perfekt sommerlichem Wetter und einer super ausgelassenen Stimmung. Abgerundet wurde das Ganze mit einem kleinen Essen beim Fischerstüberl. Ein Großes Dankeschön gilt hier dem Verein für die finanzielle Unterstützung!

Der nächste Zellerreiter Maibaum

Der nächste Zellerreiter Maibaum lässt noch auf sich warten und wird wohl 2020 wieder aufgestellt werden. Die 4 Zellerreiter Vereine (FW,Schützen,Stockschützen und WSV) trafen sich aber bereits jetzt mit Bürgermeister Schorsch Gäch um die neue Maibaumbank einzuweihen, die aus den Reststücken des alten Maibaums in Handarbeit jüngst gefertigt wurde und jetzt wieder am beliebten Platz Ecke Tennisheim/Stockschützen aufgestellt wurde.

Start in die Tennis Saison

Mit der Frühjahrsversammlung der Tennisabteilung startete der WSV Zellerreit in die Saison 2019. Abteilungsleiterin Petra Zollner freute sich über zahlreichen Besuch und hatte für alle Mitglieder interessante Infos. Sportwart Alexander Schüller berichtete über die geplanten Aktivitäten in der neuen Saison. Erfreulicherweise sind wieder 4 Mannschaften bei der Verbandsrunde für Tennismannschaften gemeldet. Von den Aktivitäten mit Kinder und Jugendlichen konnte Angelika Schüller berichten und anschließend präsentierte Birgit Schlosser die vorbildlich geführte Kasse. Nach der Entlastung der Vorstandschaft standen heuer wieder Neuwahlen auf dem Programm. Alle Amtsträger stellten sich erfreulicherweise für eine Wiederwahl zur Verfügung und wurden mit großer Zustimmung gewählt. Als Wahlleiter fungierte Markus Schüller und gratulierte der alten und neuen Vorstandschaft. 2 arbeitsintensive Wochen Ende März waren notwendig, um die Tennisplätze für die neue Saison zu präparieren. Dank vieler fleißiger Helfer konnte das gut geschafft werden und in den nächsten Tagen startet der Spielbetrieb. Interessierte die einmal unverbindlich den Tennissport und die Anlage in Zellerreit kennenlernen wollen, können sich jederzeit melden bei Petra Zollner Tel. 08039 4409 oder Mail an: tennis@wsv-zellerreit.de

Westparklauf München

Als erster Wettkampf stand am 17. März 2019 der Westparklauf in München auf dem Plan der zellerreiter LäuferInnen. Mit dabei waren Ute Axthammer, Joseph und Morena Maierbacher, Patrick Hermann, Vroni Gacia und natürlich Trainer Helmut Gerer zur organisatorischen Unterstützung.

Die Strecke von 5 oder 10 Kilometern war zu absolvieren auf einem Rundkurs durch den münchner Westpark. Für die 5-km-Läufer galt es eine Runde zu absolvieren, bei den 10-km-Läufern standen 2 Runden auf dem Plan. Das Wetter – für Mitte März mit windigen 19° bereits ziemlich warm – machte den Zellerreitern etwas zu schaffen. Noch einige Tage zuvor herrschten im Tempotraining Schneefall und Temperaturen um die Null Grad, was den Wettkampf zu einer heißen Angelegenheit machte.
Dennoch konnten Patrick, Joseph, Vroni und Ute mit ihren Ergebnissen bei diesem Wettkampf-Auftakt zufrieden sein, ganz besonders stolz machte den WSV Morena mit einem Platz 1 in der W U20.

Stampfl-Berglauf 2019

Unsere WSVler LäuferInnen kurz vor dem Start beim Stampfl Berglauf 2019

Wie jedes Jahr startete eine große Gruppe WSVler am 30. März 2019 beim berühmt-berüchtigten Stampfl-Berglauf in Au am Inn. Obwohl dieser in einem ungewohnten Monat – nämlich bereits im März anstatt wie sonst im April – stattfand, waren die Wettkampfbedingungen mit 18° und strahlendem Sonnenschein perfekt.

Über die 4,2 Kilometer lange Strecke, auf der an die 180 Höhenmeter zu bewältigen waren, traten 10 ZellerreiterInnen an: Stefan, Joseph, Sabine und Morena Maierbacher, Helmut Gerer, Ute Axthammer, Vroni Gacia, Moni Riedl, Patrick Hermann und Johannes Kirchlechner. Die Zellerreiter waren somit im gesamten Läuferfeld gut vertreten und konnten neben anderen großen Vereinen wie beispielsweise dem PTSV-Rosenheim oder dem SC-Haag auch auf den Stockerlplätzen Präsenz zeigen.
Besonders stark zeigten sich insbesonderen die weiblichen WSVler auf den vorderen Platzierungen: Morena belegte Platz 1 in der W U20, Vroni Platz 3 in der W20 und Sabine den 2. Platz in der W45.

Ebersberger Seelauf

Am Sonntag, den 07. April 2019, fand der 10. Ebersberger Seelauf statt und die Läuferinnen und Läufer vom WSV durften natürlich nicht fehlen. Verglich man unsere 6 Läufer hinsichtlich ihrer Kleidung, konnte man schwer erahnen, welche Temperaturen wirklich herschten. Neben kurzer Hose und T-Shirt standen Halstuch, Langarm und 3/4 Hose. Das gute Wetter und die angenehmen Temperaturen ermöglichten den WSVlern zufriedenstellende Zeiten.

Über Stock, Wurzeln und Stein, bergauf und bergab ging es hinter dem Ebersberger Waldsportpark Richtung Eggelburgersee und durch den Wald wieder zurück. Die Strecke forderte sowohl Kondition, als auch eine gute Koordination der Beine im unebenen Gelände – aber das sind die Zellerreiter aus ihrer Heimatstrecke und dem Waldlauf ja gewohnt. Alle zellerreiter LäuferInnen entschieden sich in diesem Jahr für die 10-Kilometer-Distanz – vor allem in Anbetracht des Halbmarathontrainings in dem sich viele gerade befinden eine gute Entscheidung.

Ute Axthammer rannte mit 50:04 an die Spitze ihrer Altersklasse W40. Regina Steinegger konnte ihre Zielzeit vom letzten Jahr um 5 Minuten verbessern und Tina wurde in der Gesamtwertung der Frauen sechste und in ihrer Altersklasse zweite. Auch Sabine Maierbacher lief mit 51:31 ebenfalls auf den zweiten Platz in der W45. Unsere Jungs konnten den Verein mit stolzen Zeiten vertreten. Patrick Hermann glänzte mit 42:57 auf Gesamtplatz 22 der Herren und in seiner Altersklasse auf dem Bronze-Stockerl. Josef rannte mit 44:52 ebenfalls auf den 3. Platz der männlichen Jugend U18.
Im Großen und Ganzen waren die WSVler Läufer mit ihren Ergebnissen also sehr zufrieden, tolle Voraussetzungen also für eine gute Laufsaison 2019!

Ein “Alpha-Tier“ erinnert sich

Der Ausspruch „Alpha-Tier“ unseres jetzigen Vorsitzenden hat mich erst mal befremdet und ich eruierte sofort, was das bedeutete. Trotzdem weiß ich noch nicht, ist es sinnvoll,wenn, man sehr viel anpackt und tut für den Verein oder ist man dumm, weil man sich so engagiert. Sei es wie es sei! 50jähriger Rückblick auf das Vereinsgeschehen ist ein großes Erinnern mit Höhen und Tiefen! Mit letzterem ging es gleich los: Nach der Gründungsversammlung gab es Blitzeis und ich musste zurück nach Eiselfing, war noch keine Ramerbergerin. Am Wasserburger Stadtberg gab es Beulen in Vaters Auto (damals hatte man mit Zwanzig noch kein eigenes!) und natürlich ein großes Donnerwetter. Doch dieser miese Auftakt ins WSV-Geschehen konnte mich nicht schocken. Was hab ich nicht alles gemacht und durchgezogen: Volkstanzgruppe, Faschingsgarden mit Prinzenpaaren, Perchtentanz, Männerballett, Volkstanzkurse, Rock-Roll-Kurs, Kinder- und Jugendtraining, periodenweise geselliger Leiter, 3 Übungsleiter-Ausbildungen mit vielen Fortbildungen, Radwander-Wochenenden, Langlauf-Wochenenden, jahrelange Organisation und Durchführung der Zeitnahme unserer Waldläufe, Frauenwartin, Seniorenbeauftragte. Schon im Gründungsjahr war beim Besuch der Südtiroler Volkstanzen angesagt, das zur Gründung einer Volkstanzgruppe führte. Die Akkordeon-Spieler Maier Franz, Wutschka Lydia und sehr lange Mayer Franz waren unsere Musik bei vielen Auftritten in und um Zellerreit, bei den Abschiedsabenden des Goethe-Institutes (meist im Hofbräuhaus), beim  „Tag des Frauensports“ in der Rudi-Sedlmeier-Halle in München und beim Deutschen Katholiken-Tag am Marienplatz in München. Bei den Abschiedsabenden zeigten wir den verschiedensten Nationen unsere bayerischen Volkstänze, wobei zu den einfacheren auch die Gäste mittanzten und im Gegenzug boten auch sie Darbietungen an. Es war einfach lustig und interessant. Das veranlasste uns nach einem dieser Abende, er war in Wasserburg, laut singend (nicht grölend!) zu unseren Autos zu ziehen. Wir bekamen trotzdem Schelte. Da fällt mir wieder der Auftritt dieses hohen  koreanischen Würdenträgers ein, der einen Gesang anstimmte, der sich wirklich wie das Brüllen eines Stieres anhörte. Es bedurfte eines strengen Blickes, damit niemand in Gelächter ausbrach. Viele Übungsstunden brachten auch die Auftritte in der Rudi-Sedlmeier-Halle und 1984 beim Deutschen Katholikentag mit sich. Letzteres war natürlich ein herausragendes Event für unsere Gruppe. Gut, dass die Fernsehkameras gerade über die Menschmassen schwenkten, als einer Tänzerin das Höschen rutschte! Bei den Auftritten flog auch schon mal beim flotten Drehen ein Schuh in die Zuschauer! Außer den Volkstanzabenden mit der „Wolpertinger Tanzlmusi“ in Zellerreit war natürlich der Besuch der belgischen Volkstanzgruppe „De Kegelaar“ und unser Gegenbesuch in Leuven/Belgien ein highlight. 1976 führten wir dann auf Veranlassung vom Lindauer Bert  zum ersten Mal einen Perchtentanz im Rathaussaal in Wasserburg anlässlich des Adventsingens auf. Der Brunnlechner Sepp hat die Masken geschnitzt und wir haben sie bei ihm in der Stub`n noch fertiggestellt und ausgepolstert. Trotzdem gab es bei den Auftritten manch blutige Nase und andere Hämatome. In die Anfangszeit des WSV fielen auch die Faschingsgarden, die ja zur damaligen Zeit nicht so hochstilisiert waren wie heute. Es gab trotzdem viel Arbeit, viel Spaß und viel Applaus. Die Organisation und Einstudierung lag alles in einer Hand, es gab kein großes Team, keine Sponsoren. Unsere Ausgaben mussten durch die Auftritte wieder eingebracht werden. Die „Gage“ schnell zu kassieren, war bei manchen Veranstalter schon schwierig, da die Anwesenheit der Mädchen den Umsatz erhöhen sollte. Die Suche nach geeigneten „Gardisten“ war genauso schwierig, wie die nach Prinzenpaaren In dieser Zeit gab es auch Männerballett und Männer.Modeschauen. 4 Jahre nach der Vereinsgründung wurde in die Vorstandschaft eine Frauenwartin berufen, deren Funktion ich ca.40 Jahre inne hatte. Frauenemanzipation war damals auf dem Land noch in den Kinderschuhen. Als ich 1974 die Damengymnatik einführte und dafür Teilnehmerinnen warb, wurde mir von Männern entgegengehalten: In diesen engen Dingern (damals gab es noch die Turnanzüge) verbiete ich meiner Frau, sich zu zeigen (O-Ton)! Nachdem ich die F-Lizenz als 2.Übungsleiterausbildung erworben hatte, begann ich u.a. mit dem Kindertraining. Wir haben nicht nur trainiert, wir unternahmen auch einiges andere: Bäderbesuche, kleinere und größere Ausflüge. Einmal fuhr ich mit einer Anzahl Kinder mit dem Rad von Zellerreit nach Oberaudorf und stiegen (und verstiegen uns auch noch) auf zur Hütte, die von der Stanner Resi vermittelt wurde. Spät am Abend kamen wir an und nachdemdas Essen zubereitet und alle satt waren fragten die Kinder: „Und was machen wir jetzt? Die hatten eine Bären-Kondition! Mit den größeren Kindern fuhr ich zwecks Schneetraining oft mit dem alten Vereinsbus in die Berge. Wir mussten die LL-Skier noch auf das Dach packen, wobei einmal auf der Autobahn ein Ski flöten ging und ich ihn nur noch als Matsch auf der Autobahn fand. Ein Ausflug wird mir immer in Erinnerung bleiben: Mit den größeren Mädels wurden wir von einem Bekannten auf eine Hochalm gebracht, auf der wir ganz alleine waren. Bei einem Nachtspaziergang trat sich die Martina einen rostigen Nagel tief in die Ferse. An Schlaf war in dieser Nacht meinerseits nicht zu denken. Immer wieder kontrollierte ich, ob schon Zeichen einer Blutvergiftung zu sehen war. Als uns am nächsten Vormittag der Bekannte holt, musste erst noch Akkordeon gespielt werden, ehe er uns ins Tal brachte. Es gab immer wieder heikle Vorkommnisse, z.B. als unsere jüngste Jugendliche einfach zur Oma ging und mir keinen Ton sagte (ich habe mich halb tot gesucht) oder ein anderes Mal, als meine letzte Trainingsgruppe bei einer Hundeattacke in voller Panik in einem Maisfeld verschwand und erst nach langem Rufen und Suchen heraus kam. Die schönen Momente überwogen natürlich in den langen Jahren des Kinder- und Jugendtrainings. Wenn die Trainierenden wie Perlen an der Schnur mit guter Technik die Loipe entlangliefen, sich gut platzieren konnten oder auf dem Siegerpodest standen. So könnte ich noch viel erzählen von den Ereignissen in 50 Jahren Vereinsleben. Was es früher so intensiv werden ließ, waren natürlich die wenigeren Freizeitangebote, aber vor allem auch, dass alle alles machten oder mitmachten.

Agathe Maier