Trainingslager Jugend 2019

Für die Laufjugend (und alle junggebliebenen Läufer) stand dieses Jahr wieder ein Trainingslager „dohoam“ auf dem Programm! Sophie, Tina und Vroni freuten sich über die vielen Anmeldungen für ihr Trainingslager von Gründonnerstag bis Karsamstag.
Gestartet wurde am Donnerstagabend um 19:30 Uhr in Attel mit Vronis berühmtem Workout. Neben Vronis Stammbesetzung, welche auch zum Teil vertreten war, gab es so eine Prämiere: das männliche Geschlecht war zu fünft in der Halle vertreten! Übungen für Kraft und Körperspannung waren eine ungewohnte Herausforderung für manche und auch die Dehnbarkeit wurde auf die Probe gestellt. So standen allen zähe, aber auch lustige eineinhalb Stunden bevor mit Vronis gewohnter lockerer Art

Am Freitag starteten die 15 Teilnehmer bereits morgens um 9.00 Uhr mit einer anstrengenden, aber für einen erfolgreichen Läufer unerlässlichen Trainingseinheit: dem Intervalltraining! Auf dem Plan standen mindestens 10x 200m so schnell wie möglich. Derjenige, mit den meisten Runden wartete natürlich auch eine kleine Belohnung (Joseph Maierbacher siegte mit 15 Runden). Vor dem Tempotraining allerdings wurde noch jeder Läufer bei Laufen gefilmt, um in Zukunft an einer noch besseren Technik arbeiten zu können. Der Vormittag wurde mit einem kleinen Parcours an der slackline, einem Staffellauf der besonderen Art und ausführlichem Dehnen abgeschlossen.

Der Samstag startete mit der Auswertung der Videos. Jeder bekam individuelle Tipps von der Physiotherapeutin Sophie Gerer, welche Muskelpartien trainiert werden sollten und auf was bei der Lauftechnik noch zu achten wäre. Anschließend startete die gesamte Gruppe (immerhin 13 Personen) eine lange Trainingseinheit. Die Runde führte uns am Inndamm entlang nach Wasserburg und über Gabersee zurück nach Attl. Die jüngeren Läufer teilten sich die Strecke (Läufer und Radfahrer) und so konnte das gesamte Team vom Fahrrad aus auch noch mit Getränken versorgt werden. Nach der Mittagspause wurde im Rahmen eines Zirkeltraining draußen noch ein Kraft- und Beweglichkeitstraining durchgeführt. Insgesamt war es ein erfolgreiches Trainingslager mit einem motiviertem Team, perfekt sommerlichem Wetter und einer super ausgelassenen Stimmung. Abgerundet wurde das Ganze mit einem kleinen Essen beim Fischerstüberl. Ein Großes Dankeschön gilt hier dem Verein für die finanzielle Unterstützung!

Der nächste Zellerreiter Maibaum

Der nächste Zellerreiter Maibaum lässt noch auf sich warten und wird wohl 2020 wieder aufgestellt werden. Die 4 Zellerreiter Vereine (FW,Schützen,Stockschützen und WSV) trafen sich aber bereits jetzt mit Bürgermeister Schorsch Gäch um die neue Maibaumbank einzuweihen, die aus den Reststücken des alten Maibaums in Handarbeit jüngst gefertigt wurde und jetzt wieder am beliebten Platz Ecke Tennisheim/Stockschützen aufgestellt wurde.

Start in die Tennis Saison

Mit der Frühjahrsversammlung der Tennisabteilung startete der WSV Zellerreit in die Saison 2019. Abteilungsleiterin Petra Zollner freute sich über zahlreichen Besuch und hatte für alle Mitglieder interessante Infos. Sportwart Alexander Schüller berichtete über die geplanten Aktivitäten in der neuen Saison. Erfreulicherweise sind wieder 4 Mannschaften bei der Verbandsrunde für Tennismannschaften gemeldet. Von den Aktivitäten mit Kinder und Jugendlichen konnte Angelika Schüller berichten und anschließend präsentierte Birgit Schlosser die vorbildlich geführte Kasse. Nach der Entlastung der Vorstandschaft standen heuer wieder Neuwahlen auf dem Programm. Alle Amtsträger stellten sich erfreulicherweise für eine Wiederwahl zur Verfügung und wurden mit großer Zustimmung gewählt. Als Wahlleiter fungierte Markus Schüller und gratulierte der alten und neuen Vorstandschaft. 2 arbeitsintensive Wochen Ende März waren notwendig, um die Tennisplätze für die neue Saison zu präparieren. Dank vieler fleißiger Helfer konnte das gut geschafft werden und in den nächsten Tagen startet der Spielbetrieb. Interessierte die einmal unverbindlich den Tennissport und die Anlage in Zellerreit kennenlernen wollen, können sich jederzeit melden bei Petra Zollner Tel. 08039 4409 oder Mail an: tennis@wsv-zellerreit.de

Westparklauf München

(17. März 2019)

Als erster Wettkampf stand im Jahr 2019 der Westparklauf in München auf dem Plan der zellerreiter LäuferInnen. Mit dabei waren Ute Axthammer, Joseph und Morena Maierbacher, Patrick Hermann, Vroni Gacia und natürlich Trainer Helmut Gerer zur organisatorischen Unterstützung.

Die Strecke von 5 oder 10 Kilometern war zu absolvieren auf einem Rundkurs durch den münchner Westpark. Für die 5-km-Läufer galt es eine Runde zu absolvieren, bei den 10-km-Läufern standen 2 Runden auf dem Plan. Das Wetter – für Mitte März mit windigen 19° bereits ziemlich warm – machte den Zellerreitern etwas zu schaffen. Noch einige Tage zuvor herrschten im Tempotraining Schneefall und Temperaturen um die Null Grad, was den Wettkampf zu einer heißen Angelegenheit machte.
Dennoch konnten Patrick, Joseph, Vroni und Ute mit ihren Ergebnissen bei diesem Wettkampf-Auftakt zufrieden sein, ganz besonders stolz machte den WSV Morena mit einem Platz 1 in der W U20.

Stampfl-Berglauf

(30. März 2019)

Wie jedes Jahr startete eine große Gruppe WSVler beim berühmt-berüchtigten Stampfl-Berglauf in Au am Inn. Obwohl dieser in einem ungewohnten Monat – nämlich bereits im März anstatt wie sonst im April – stattfand, waren die Wettkampfbedingungen mit 18° und strahlendem Sonnenschein perfekt.

Über die 4,2 Kilometer lange Strecke, auf der an die 180 Höhenmeter zu bewältigen waren, traten 10 ZellerreiterInnen an: Stefan, Joseph, Sabine und Morena Maierbacher, Helmut Gerer, Ute Axthammer, Vroni Gacia, Moni Riedl, Patrick Hermann und Johannes Kirchlechner. Die Zellerreiter waren somit im gesamten Läuferfeld gut vertreten und konnten neben anderen großen Vereinen wie beispielsweise dem PTSV-Rosenheim oder dem SC-Haag auch auf den Stockerlplätzen Präsenz zeigen.
Besonders stark zeigten sich insbesonderen die weiblichen WSVler auf den vorderen Platzierungen: Morena belegte Platz 1 in der W U20, Vroni Platz 3 in der W20 und Sabine den 2. Platz in der W45.

Ebersberger Seelauf

(07. April 2019)

Am Sonntag, den 07.04.2019, fand der 10. Ebersberger Seelauf statt und die Läuferinnen und Läufer vom WSV durften natürlich nicht fehlen. Verglich man unsere 6 Läufer hinsichtlich ihrer Kleidung, konnte man schwer erahnen, welche Temperaturen wirklich herschten. Neben kurzer Hose und T-Shirt standen Halstuch, Langarm und 3/4 Hose. Das gute Wetter und die angenehmen Temperaturen ermöglichten den WSVlern zufriedenstellende Zeiten.

Über Stock, Wurzeln und Stein, bergauf und bergab ging es hinter dem Ebersberger Waldsportpark Richtung Eggelburgersee und durch den Wald wieder zurück. Die Strecke forderte sowohl Kondition, als auch eine gute Koordination der Beine im unebenen Gelände – aber das sind die Zellerreiter aus ihrer Heimatstrecke und dem Waldlauf ja gewohnt. Alle zellerreiter LäuferInnen entschieden sich in diesem Jahr für die 10-Kilometer-Distanz – vor allem in Anbetracht des Halbmarathontrainings in dem sich viele gerade befinden eine gute Entscheidung.

Ute Axthammer rannte mit 50:04 an die Spitze ihrer Altersklasse W40. Regina Steinegger konnte ihre Zielzeit vom letzten Jahr um 5 Minuten verbessern und Tina wurde in der Gesamtwertung der Frauen sechste und in ihrer Altersklasse zweite. Auch Sabine Maierbacher lief mit 51:31 ebenfalls auf den zweiten Platz in der W45. Unsere Jungs konnten den Verein mit stolzen Zeiten vertreten. Patrick Hermann glänzte mit 42:57 auf Gesamtplatz 22 der Herren und in seiner Altersklasse auf dem Bronze-Stockerl. Josef rannte mit 44:52 ebenfalls auf den 3. Platz der männlichen Jugend U18.
Im Großen und Ganzen waren die WSVler Läufer mit ihren Ergebnissen also sehr zufrieden, tolle Voraussetzungen also für eine gute Laufsaison 2019!

Ein “Alpha-Tier“ erinnert sich

Der Ausspruch „Alpha-Tier“ unseres jetzigen Vorsitzenden hat mich erst mal befremdet und ich eruierte sofort, was das bedeutete. Trotzdem weiß ich noch nicht, ist es sinnvoll,wenn, man sehr viel anpackt und tut für den Verein oder ist man dumm, weil man sich so engagiert. Sei es wie es sei! 50jähriger Rückblick auf das Vereinsgeschehen ist ein großes Erinnern mit Höhen und Tiefen! Mit letzterem ging es gleich los: Nach der Gründungsversammlung gab es Blitzeis und ich musste zurück nach Eiselfing, war noch keine Ramerbergerin. Am Wasserburger Stadtberg gab es Beulen in Vaters Auto (damals hatte man mit Zwanzig noch kein eigenes!) und natürlich ein großes Donnerwetter. Doch dieser miese Auftakt ins WSV-Geschehen konnte mich nicht schocken. Was hab ich nicht alles gemacht und durchgezogen: Volkstanzgruppe, Faschingsgarden mit Prinzenpaaren, Perchtentanz, Männerballett, Volkstanzkurse, Rock-Roll-Kurs, Kinder- und Jugendtraining, periodenweise geselliger Leiter, 3 Übungsleiter-Ausbildungen mit vielen Fortbildungen, Radwander-Wochenenden, Langlauf-Wochenenden, jahrelange Organisation und Durchführung der Zeitnahme unserer Waldläufe, Frauenwartin, Seniorenbeauftragte. Schon im Gründungsjahr war beim Besuch der Südtiroler Volkstanzen angesagt, das zur Gründung einer Volkstanzgruppe führte. Die Akkordeon-Spieler Maier Franz, Wutschka Lydia und sehr lange Mayer Franz waren unsere Musik bei vielen Auftritten in und um Zellerreit, bei den Abschiedsabenden des Goethe-Institutes (meist im Hofbräuhaus), beim  „Tag des Frauensports“ in der Rudi-Sedlmeier-Halle in München und beim Deutschen Katholiken-Tag am Marienplatz in München. Bei den Abschiedsabenden zeigten wir den verschiedensten Nationen unsere bayerischen Volkstänze, wobei zu den einfacheren auch die Gäste mittanzten und im Gegenzug boten auch sie Darbietungen an. Es war einfach lustig und interessant. Das veranlasste uns nach einem dieser Abende, er war in Wasserburg, laut singend (nicht grölend!) zu unseren Autos zu ziehen. Wir bekamen trotzdem Schelte. Da fällt mir wieder der Auftritt dieses hohen  koreanischen Würdenträgers ein, der einen Gesang anstimmte, der sich wirklich wie das Brüllen eines Stieres anhörte. Es bedurfte eines strengen Blickes, damit niemand in Gelächter ausbrach. Viele Übungsstunden brachten auch die Auftritte in der Rudi-Sedlmeier-Halle und 1984 beim Deutschen Katholikentag mit sich. Letzteres war natürlich ein herausragendes Event für unsere Gruppe. Gut, dass die Fernsehkameras gerade über die Menschmassen schwenkten, als einer Tänzerin das Höschen rutschte! Bei den Auftritten flog auch schon mal beim flotten Drehen ein Schuh in die Zuschauer! Außer den Volkstanzabenden mit der „Wolpertinger Tanzlmusi“ in Zellerreit war natürlich der Besuch der belgischen Volkstanzgruppe „De Kegelaar“ und unser Gegenbesuch in Leuven/Belgien ein highlight. 1976 führten wir dann auf Veranlassung vom Lindauer Bert  zum ersten Mal einen Perchtentanz im Rathaussaal in Wasserburg anlässlich des Adventsingens auf. Der Brunnlechner Sepp hat die Masken geschnitzt und wir haben sie bei ihm in der Stub`n noch fertiggestellt und ausgepolstert. Trotzdem gab es bei den Auftritten manch blutige Nase und andere Hämatome. In die Anfangszeit des WSV fielen auch die Faschingsgarden, die ja zur damaligen Zeit nicht so hochstilisiert waren wie heute. Es gab trotzdem viel Arbeit, viel Spaß und viel Applaus. Die Organisation und Einstudierung lag alles in einer Hand, es gab kein großes Team, keine Sponsoren. Unsere Ausgaben mussten durch die Auftritte wieder eingebracht werden. Die „Gage“ schnell zu kassieren, war bei manchen Veranstalter schon schwierig, da die Anwesenheit der Mädchen den Umsatz erhöhen sollte. Die Suche nach geeigneten „Gardisten“ war genauso schwierig, wie die nach Prinzenpaaren In dieser Zeit gab es auch Männerballett und Männer.Modeschauen. 4 Jahre nach der Vereinsgründung wurde in die Vorstandschaft eine Frauenwartin berufen, deren Funktion ich ca.40 Jahre inne hatte. Frauenemanzipation war damals auf dem Land noch in den Kinderschuhen. Als ich 1974 die Damengymnatik einführte und dafür Teilnehmerinnen warb, wurde mir von Männern entgegengehalten: In diesen engen Dingern (damals gab es noch die Turnanzüge) verbiete ich meiner Frau, sich zu zeigen (O-Ton)! Nachdem ich die F-Lizenz als 2.Übungsleiterausbildung erworben hatte, begann ich u.a. mit dem Kindertraining. Wir haben nicht nur trainiert, wir unternahmen auch einiges andere: Bäderbesuche, kleinere und größere Ausflüge. Einmal fuhr ich mit einer Anzahl Kinder mit dem Rad von Zellerreit nach Oberaudorf und stiegen (und verstiegen uns auch noch) auf zur Hütte, die von der Stanner Resi vermittelt wurde. Spät am Abend kamen wir an und nachdemdas Essen zubereitet und alle satt waren fragten die Kinder: „Und was machen wir jetzt? Die hatten eine Bären-Kondition! Mit den größeren Kindern fuhr ich zwecks Schneetraining oft mit dem alten Vereinsbus in die Berge. Wir mussten die LL-Skier noch auf das Dach packen, wobei einmal auf der Autobahn ein Ski flöten ging und ich ihn nur noch als Matsch auf der Autobahn fand. Ein Ausflug wird mir immer in Erinnerung bleiben: Mit den größeren Mädels wurden wir von einem Bekannten auf eine Hochalm gebracht, auf der wir ganz alleine waren. Bei einem Nachtspaziergang trat sich die Martina einen rostigen Nagel tief in die Ferse. An Schlaf war in dieser Nacht meinerseits nicht zu denken. Immer wieder kontrollierte ich, ob schon Zeichen einer Blutvergiftung zu sehen war. Als uns am nächsten Vormittag der Bekannte holt, musste erst noch Akkordeon gespielt werden, ehe er uns ins Tal brachte. Es gab immer wieder heikle Vorkommnisse, z.B. als unsere jüngste Jugendliche einfach zur Oma ging und mir keinen Ton sagte (ich habe mich halb tot gesucht) oder ein anderes Mal, als meine letzte Trainingsgruppe bei einer Hundeattacke in voller Panik in einem Maisfeld verschwand und erst nach langem Rufen und Suchen heraus kam. Die schönen Momente überwogen natürlich in den langen Jahren des Kinder- und Jugendtrainings. Wenn die Trainierenden wie Perlen an der Schnur mit guter Technik die Loipe entlangliefen, sich gut platzieren konnten oder auf dem Siegerpodest standen. So könnte ich noch viel erzählen von den Ereignissen in 50 Jahren Vereinsleben. Was es früher so intensiv werden ließ, waren natürlich die wenigeren Freizeitangebote, aber vor allem auch, dass alle alles machten oder mitmachten.

Agathe Maier

Gründungsmitglieder erzählen Jugenderlebnisse

Heribert Hein beim Inngautraining in Sachrang vom 25.01.1965 bis 01.01.1966

Belohnt durch die guten Leistungen im letzten Jahr, erhielten 6 unserer Jugendsportler ( Freiberger Hans, Wagner Martin, Morgenstern Manfred, Huber Josef, Staffen Peter und Hein Heribert ) durch den Inngau eine Einladung zur Teilnahme an einem achttägigen Trainingskurs nach Sachrang. Der für Langläufer und Kombinierte ausgerichtete Lehrgang ( vom 25.12.65 – 1.1.66 ) fand bei unseren jungen Sportlern auch diesmal wieder regen Anklang. Mit 2 PKW fuhr also ein Teil unseres Nachwuchses nach Sachrang zur unserer zweiten Heimat. In Sachrang angekommen, wurden wir mit Freude von Herrn Schwarzbraun, dem nordischen Jugendreferenten begrüßt und in unser Quartier eingewiesen. Die Kursteilnehmer konnten heuer nicht alle in einem Haus untergebracht werden, sondern wurden in verschiedene Quartiere verteilt. Es mussten immer 2 oder 3 Teilnehmer in einem Zimmer schlafen. Es waren schöne Zimmer mit allem Komfort und teilweise auch mit Balkon. Der Inngau stellte uns heuer 3 Trainer zur Verfügung. Für den Lauflauf waren Schwarzbraun Dieter  und Wätzold Klaus beauftragt worden. Für die Springer, da es nur wenige waren, wurde der vielfache Inngaumeister im Sprunglauf Lengauer Wolfgang beauftragt. Auch unser Vorjahrstrainer Ferdl Angerer kam an einem Abend zu uns auf Besuch und zeigte uns einige Filme vom vorjährigen Kurs, damit jeder Kursteilnehmer Bescheid wisse, wo er sich noch verbessern müßte. Da sich die einzelnen Trainingstage ihrem äußeren Rahmen und Ablauf nach voneinander wenig unterscheiden, will ich versuchen dem Leser einem Trainingstag eingehender zu schildern. Ein paar Kursteilnehmer mussten eine ½ Stunde früher aus dem warmen Nest kriechen, denn sie hatten ja gute 2 Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Um ½ 9 Uhr trafen wir uns wie ausgemacht, vor dem Gasthaus zur Post, da uns ja der Wirt den Keller zum Wachsen und zur Aufbewahrung für die Ski und Wachse zur Verfügung stellte . Im Anschluss daran wurden die “Langlaufbretter“ hervorgeholt und nach eingehendem Wachsunterricht musste man nach allen Regeln der Kunst zu wachsen. Freilich haben einige unserer jüngeren Teilnehmer im Übereifer nicht daran gedacht ihre wichtige Wachskiste mitzunehmen und so mussten die Älteren dafür einspringen, denn sie waren ja mit ihren Gedanken schon im Kurs. Dann ging es endlich hinaus in den pulvrigen Schnee, wo sich jeder Läufer seine eigene Trainingsspur einlief. Nun  begann das Stiltraining. Jeder Läufer wurde genaustens von den Trainern korrigiert. Mancher Läufer kapierte es schneller und ein anderer brauchte dafür länger. Die Strecke wurde sooft auf und abgelaufen , bis der Stil genaustens von den Läufern beherrscht wurde. Und so kam mancher Läufer jetzt schon ins Schwitzen. Sobald der Stil von den Läufern  in der Parallelspur gut beherrscht wurde, ging es nun auf längere Strecken über und  alle versuchten dass, was man auf der kurzen Strecke gelernt hatte, nun umzusetzen und längere Zeit durchzuhalten. 15 – 20 km betrug die Länge der Strecke, die die Läufer von Sachrang nach Aschau oder von Sachrang zum Walchensee und wieder zurück führte. Jeder war froh als man gegen 12 Uhr zurückkehrte und den leider halbvoll gedeckten Mittagstisch vorfand. Die Läufer haben einen berechtigten Kohldampf mitgebracht und die Kassiererin hatte alle Hände voll zu tun um die 13 hungrigen Mäuler rechtzeitig zu stopfen. Leider reichte eine Portion nie aus und so mussten wir halbverhungert auf die Strecke gehen. Nach dem Mittagstisch wurde bis 14 Uhr Ruhepause angeordnet. Natürlich benützten unsere Helden diese Gelegenheit dazu, einen echt bayerischen Schafkopf zu klopfen und all zu früh sind die 2 Stunden Ruhezeit vorbei gewesen. Dann wurde es wieder ernst. Hinaus ging es für die Langläufer, das heißt eine Tour auf den 1850 m hohen Charspitz. Es war für manche Läufern keine Kleinigkeit, einer hatte einen glatten Ski und der andere pappige Ski. Die Läufer mit den glatten Ski schwitzten am besten und holten manche Heilige vom Himmel herab. Die größte Gaudi gab es aber doch bei der Abfahrt. Beide Trainer und ein Läufer brachen sich einen Ski ab und so mussten sie einfüßig ihre steile Abfahrt weitersetzen. Es ist kaum zu glauben was man bei solch einer Abfahrt alles erlebt. Wir hatten auch einen Saltokönig unter uns und zwar den Staffen Peter, er überschlug sich zweimal, ohne einen Skibruch und ohne eine Verletzung kam er glücklicherweise davon. Die Springer mussten sich Vor- und Nachmittag über die Schanze stürzen und der Trainer zeigte ihnen den Ab und Aufsprung. So wurde bis 17 Uhr trainiert. Nach dem anschließenden Teetrinken folgte wieder eine Ruhezeit bis 18 Uhr. Im Anschluss daran wurde zu Abend gegessen. Bereits jetzt konnte es einem stillen Beobachter nicht entgehen wie einzelne Teilnehmer verstohlene Blicke auf die flotte Kassierein warfen, besonders einer der Spezial-Springer, der ja auch dann meistens eine doppelte Portion bekam. Er hat ihr auch dann dafür die leeren Teller abräumen geholfen, damit er eine besondere Nummer bei ihr hatte. Die meisten waren vom Training schon ziemlich müde und vertrollten sich gegen 9 Uhr schon ins Bett, wo keine Lust zum Kartenspielen mehr zu spüren war. Die nächsten Trainingstage verliefen im äußeren Rahmen ähnlich wie der vorangegangene. Es wurde der Langlauf noch auf 25 km verlängert. Am vorletzten Tag wurde noch eine Tour mit den Langlaufschiern auf den 1700 m hohen Spitzstein unternommen. Die Kondition wurde daher bei den Teilnehmern nach einmal richtig geprüft. Nachdem man mit letzter Kraft oben angelangt war und zur Stärkung  eine warme Tasse Tee verschluckte, mussten wir uns schon wieder für die Abfahrt vorbereiten. Wer schon einmal auf Langlaufschiern gestanden ist, weiß wie schwierig es ist, damit abzufahren. Bei der Abfahrt hat es noch mächtig gestürmt, so dass wir keine 5 m sehen konnten. Ein Paar hatten sich verfahren und so mussten die Trainer nur schauen das sie ihre Schäflein beieinander halten konnten, damit keines verloren ging. Am gleichen Abend des Tages gaben die Trainer noch ihre abschließende Beurteilung über die einzelnen Kursteilnehmer. Das Urteil fiel für unsere Teilnehmer zum größten Teil gut aus, nur einer war ein bisschen zu speckig, dass ihm auch beim Laufen Sorgen machte. Die Trainer  gaben uns die Hoffnung mit, vielleicht auch im nächsten Jahr an einem Trainingskurs dabei sein zu können. Nur ungern trennten wir uns von den Trainern am folgenden Tag. Man verabschiedete sich nicht, ohne noch einmal den Herbergsleuten für die gute Betreuung für die gute Betreuung zu danken.

Aus der Gründerzeit des WSV

Volksskilauf bei Pappschnee mit fast 300 Teilnehmern

Auszug Wasserburger Zeitung vom Winter 1968

Trotz nicht gerade idealen Winterwetters konnte der WSV Zellerreit den geplanten 2. Inngau-Volkslanglauf durchführen. Am Start befanden sich 283 Teilnehmer. Start und Ziel befanden sich hinter der neuen Siedlung in Zellerreit-Unterfeld. Zahlreiche Fahne begrüßten die Teilnehmer und Zuschauer. Wegen der Schneeverhältnisse wurde die Strecke verändert. Der Pappschnee machte viele Läufern große Schwierigkeiten. Die Sollzeiten wurden um 10 Minuten erhöht. Vorstand Gerer begrüßte die Teilnehmer und Zuschauer, unter denen sich auch Bürgermeister Schärfl befand. Pünktlich wurde zum Lauf über 20 Km gestartet, ewtas später folgten die Teilnehmer über 10 Km. Anschließend wurde ein Gruppe von 73 Schülern abgelassen, die von erfahrenen Skiläufern betreut, ohne Sollzeit 10 Km zurücklegten. Die Ringstrecke führte in Richtung Graben, vorbei an der Zellerschanze, zum Hintergraberanwesen bis nach Schach, über die Anhöhe nach Oberfarrach und durch die Filzen wieder zum Ziel. Alle Läufer, die die Kontrollen passiert hatten, erhielten dieVolkslauf-Medaille mit dem Bild des Zellerreiter Schlosses. Über 20 km wurde Heribert Hein Sieger in 1.17.04 Std. vor seinem Vereinskameraden Peter Staffen …Sieger in der Klasse 10 Km wurde gerhard hajek aus Anzing …Der älteste Teilnehmer war 62 Jahre, der Jüngste 5 Jahre alt aus Grafing, der zu spät zum Start kam und von Franz Maier sicher über die Strecke geführt wurde. Bei den Schülern kamen Ludwig Beham und Georg Esterer als Erste im Ziel an.

Aus der Gründerzeit des WSV II

Zellerreiter Volkslauf mit 1200 Teilnehmern

Auszug Wasserburger Zeitung vom 23. Juni 1967

Ein voller Erfolg wurde der vom WSV Zellerreit veranstaltete erste Zellerreiter Volkslauf dank der guten Organisation und der hohen Teilnehmerzahlen. Mit Eifer hatten die Mitglieder des Vereins die Vorbereitungen getroffen und die Strecken festgelegt. Zahlreiche Fahnen und Willkommenstransparente begrüßten die Teilnehmer und Zuschauer auf dem  großen Parkplatz vor dem Gasthaus Esterer …. Der von der Gebirgsartellerie aus Reichenhall zur Verfügung gestellte Küchenwagen begann bald in Aktion zu treten und bereitete für die Teilnehmer heißen Tee. Zu den bereits eingegangenen Meldungen kamen noch 300 Nachmeldungen hinzu, so dass sich 1200 Teilnehmer zum Start einfanden. Ansage und Zielgericht hatte der TV Türkheim übernommen. Bei der Begrüßung wurde auch ein Grußwort des  Schirmherrn, Bundesfinanzminister Strauß für einen erfolgreichen Verlauf vorgelesen…Rupert Reininger vom WSV Zellerreit schickte alle Gruppen nach Zeitplan auf die Strecken. Die stärkste Gruppe bildete die Gruppe der Männer der Hauptklasse mit 243 Teilnehmern. Der Block, der sich an den Start stellte, war 30 Meter lang. Die Strecke war 10 Kilometer und die Sollzeit zum Erreichen der Plakette betrug 65 Minuten. Als Erster traf bereits nach 33.17 Minuten Karl Lentner im Ziel ein, gefolgt von Anton Köck aus Wasserburg und Rudolf Steffel aus Mühldorf…..Die Sollzeit erreichten 239 von 243 Teilnehmern ……..Für die Gruppe 2 der Männer betrug die Sollzeit 75 Minuten. Erster wurde Herbert Strigl (Rosenheim) vor Antonio Risognano (Montalbano,Italien) und Kurt Eichenseher (Augsburg) ….Bei den Damen war ein Lauf über 100 Meter in sechs Minuten zu bewältigen. Es siegte Elisabeth Eichenseher (Augsburg) vor Eva Langrock (Kassel) und Rita Froitshuber (Eiselfing) …. In der Jugendklasse war Rita Köll (Attel) erfolgreich. ….In der männlichen Jugend wurde in 4 Klassen gestartet. Werner Schenkel (Tacherting) siegte in Klasse III vor Ludwig Beham (Glonn) …….Ein Volksmarsch über 11,3 Kilometer wurde am Nachmittag gestartet…..Auch hier wies die Hauptklasse mit 243 Teilnehmern eine außergewöhnliche Zahl auf. …. Die Bundeswehr war mit 80 Mann vertreten ………Die Damen traten in 2 Klassen an…… Der Wanderpokal wurde von der Wandergemeinschaft Moosburg mit 43 Teilnehmern gewonnen. Der TSV Palling hatte 34 und die Volksschule Attel 32 Teilnehmer gemeldet. …..Vortand Gerer vom WSV Zellerreit sprach zum Abschluss allen Mitarbeitern und Teilnehmern den Dank aus. Alle wurden zum zwei0ten Volkslauf 1968 eingeladen.