Wenn ein Wettkampf zu einem wirklich besonderen Ereignis wird

Als es im September endlich hieß: Kleine Wettkampfveranstaltungen im Breitensport können mit den entsprechenden Hygienekonzepten und mit einer Teilnehmerbegrenzung wieder stattfinden, da war die Vorfreude bei zwei zellerreiter Läuferinnen ganz besonders groß: Die beiden „nach München ausgewanderten“ WSVlerinnen Vroni Gacia und Sophie Gerer hatten nämlich entdeckt, dass in Gilching – einem Ort im münchner Westen – ein Volkslauf ganz nach ihrem Geschmack stattfinden durfte: am 03. Oktober wurden also endlich mal wieder die Laufschuhe geschnürt.

Neben der Teilnehmerbeschränkung gehörte zum Hygienekonzept dieses Laufs auch der zeitversetzte Start in mehreren Startergruppen, eine Startaufstellung mit viel Abstand und natürlich Maskenpflicht in den geschlossenen Räumen (z.B. Toiletten) und im Bereich der Startnummernabholung. Auch die Siegerehrung fiel aus und die Zielverpflegung gestaltete sich etwas spärlicher als sonst. Aber das Wichtigste ist ja für Läufer sowieso: Endlich wieder einmal im Wettkampfmodus laufen und gemeinsam mit anderen Läufern auf einer tollen Laufstrecke Strecke unterwegs zu sein.

Die Entscheidung zwischen den möglichen Streckenlängen bei der Laufveranstaltung „Gilching Läuft“ (3.4, 5 oder 10 Kilometer) war schnell gefällt.

Sophie entschied sich für den Steinberglauf mit 5 Kilometern, der den Läuferinnen und Läufern auf dem sehr hügeligen Rundkurs  mit 40 Höhenmetern und einem steilen Anstieg direkt nach dem Start in der bisher quasi wettkampffreien Saison 2020 gleich so einiges abverlangte. Durch einen Park, über die Felder und durch die Wälder rund um Gilching führte die Strecke Schließlich zurück zum Ausgangspunkt und ins Ziel. Mit einer Zielzeit von 24:40 Minuten lief Sophie als insgesamt dritte Frau und erste in der Damen-Hauptklasse ins Ziel und hatte so zusätzlich zur Freude über das stattfindende Event noch einen Grund mehr zu grinsen.

Vroni startete im Anschluss beim 10 Kilometer langen Martin Kropf Gedächtnislauf, bei dem der Rundkurs der 5 km-Strecke zweimal gelaufen wurde. Sophie und der extra weit angereiste Trainer Helmut Gerer machten an den entscheidenden Stellen der steilen Anstiege ordentlcih Stimmung und so konnte auch Vroni trotz des immer stärker werdenden Windes an diesem Tag eine tolle Zeit bei diesem ersten „echten“ Wettkampf der Saison laufen: Mit 47:59 Minuten wurde sie 4. Frau in der Gesamtwertung und 2. in der Damen-Hauptklasse.

WSV-Dolomitenfahrt 2020 (25. – 27. September)

Tag 1

Die diesjährige Dolomitenfahrt führte uns in die Sextner Dolomiten mit Unterkunft im Hotel Rosengarten in Toblach. Abfahrt war wie gewohnt um 5 Uhr in der Früh mit dem großen Bus – dieses Jahr im Zeichen von Corona natürlich mit Alltags-Maske. Aussicht für den heutigen Tag: Regen und noch mehr Regen! Daher stimmte sich die Gruppe schnell ab, den Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel zu beginnen. Direkt bei der Ankunft um halb 10 wurden wir also mit einem sehr reichhaltigen Frühstücksbuffet von unseren Gastgebern begrüßt.
Danach war ein Verdauungsspaziergang angesagt und, wer hätte es gedacht: der Regen machte auch eine Pause! So stand eine Wanderung zum Toblacher Pfannhorn an mit der einladenden Bonner Hütte zu seinen Füßen. Ausgangspunkt war auf 1578 m im Hochpustertal und losmarschiert wurde tatsächlich mit Sonnenschein und Aussicht auf den frei aufragenden Gipfel. Leider zogen unterwegs wieder Wolken auf und es wurde windig und zunehmend regnerisch. Als die Ersten am Gipfel waren hatte sich der Regen eher in einen Schneesturm verwandelt. Auf 2.663 m Höhe war die Stimmung zwar sehr abenteuerlich, aber der eigentliche malerische Panoramablick auf die umliegende Bergwelt wurde uns verwehrt.
So wurde nicht lange auf dem Gipfel verharrt beziehungsweise auch ohne Gipfel direkt auf die Schutzhütte zugesteuert. Dort traf sich dann die ganze Gruppe zu einer gemütlichen und ausgiebigen Einkehr. In der kleinen Hütte, die die WSVler ganz für sich alleine einnahmen, lies sich das ungemütliche Wetter sehr gut aushalten. Nach der Stärkung stieg die Gruppe gesammelt wieder ab.

Auch Regen kann die Stimmung im WSV nicht trüben.

Die Rückkehr ins Hotel war bereits gegen 17 Uhr, so blieb für jeden noch Zeit, die tollen Hotelzimmer zu erkunden, die teilweise mit Whirlpool, Sauna oder Infrarotkabine ausgestattet waren. So wurde bereits Tag 1 trotz des Regens perfekt ausgenutzt und jeder war mit seinem Tagwerk zufrieden. Um 19 Uhr folgte dann der krönende Tagesabschluss mit einem tollen 5 Gänge Menü, das auch die Vegetarier begeistern konnte!

Tag 2

Am Zweiten Tag konnten die WSVler morgens beim ersten Blick aus dem Hotelfenster bereits die durch den Neuschnee der vergangenen Nacht angezuckerten Berge sehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Bus zum Ausgangspunkt ins bereits winterlich verschneite Fischleintal. So mancher der anwesenden WSV-ler musste bei diesem Anblick bereits an die bevorstehende Wintersaison denken.

Nun stand die längste Tour des Wochenendes auf dem Plan. Es ging über die Zsigmondyhütte (2.224 m) und Büllelejochhütte (2.528 m) zur Dreizinnenhütte (2.405 m) und eine flottere Gruppe umrundete zusätzlich noch die Drei Zinnen. Die Tour ging durch eine der wohl schönsten Berglandschaften der Alpen. Und weil es so schön war, wurde die ohnehin schon lange Tour von einigen ambitionierten Wanderern der Gruppe noch einmal außerplanmäßig verlängert. So kam es, dass die Abfahrt zurück zum Hotel erst eine Stunde später als geplant stattfand. Das stellte jedoch kein Problem dar, weil der nette Hotelier das 5 Gänge Abendessen einfach etwas später servierte. So blieb genügend Zeit sich vor dem Essen ohne Stress noch etwas frisch zu machen. Doch die gesamten WSVler konnten auf ihre Tagesleistung stolz sein, denn auch wenn an diesem Tag kein Gipfel bezwungen wurde, hatte fast jeder mindestens 1.500 Höhenmeter und 21 Kilometer zurückgelegt.

Immer wieder blitzte die Sonne durch die Wolkendecke

Tag 3

Am Sonntag den 27.09. konnten sich die WSVler dann endlich auf die erste richtige Gipfelbrotzeit freuen, denn Wind und Niederschlag machten endlich eine Pause und der geplante Gipfel für diesen Tag war der Sarlkofel mit 2.378 m. Los ging es von Bad Altprags (1.379 m) zur Putzalm (1.743 m) und die ambitionierten „jungen Wilden“, die noch ein paar Gipfel sammeln wollten, konnten hier einen kleinen Umweg über die beiden vorgelagerten Gipfel, den Badmeisterkofel (1.861 m) und den Alberstein (oder Allwartstein) (1.954 m) nehmen. Auf dem Gipfel des Sarlkofel trafen die verschiedenen Wandergruppen der WSVler dann allmählich wieder zusammen und konnten bei der wohlverdienten Brotzeit einen ungetrübten Rundumblick ins Pragser Tal genießen.

Die doch schon sehr herbstlichen Temperaturen verleiteten einige noch dazu, bald wieder weiterzugehen und kurz vor dem Abstieg zurück ins Tal noch einen Abstecher auf den Lungkofel zu machen (2.282 m). Dessen Anstieg liegt nämlich direkt am Sarlsattel und somit quasi direkt am Weg. Nun ging es dann über viele – durch das Tauwasser der letzten Nacht sehr matschigen – Almwiesen zurück zum Bus in Bad Altprags und pünktlich um 16:00 Uhr traten die WSVler dann die Heimfahrt nach Ramerberg an.

Ein Bericht von Johannes Kirchlechner, Tina Hamedinger und Vroni Gacia

Maßnahmen wegen Coronavirus Stand: 8. Mai 2020

Liebe WSV´ler,

seit Anfang März gibt es wegen der Coronakrise nun keinen organisierten Sportbetrieb. Nun stehen Lockerungen an, die aber bei genauer Lektüre für den WSV immer noch bedeuten, dass das Sportprogramm nur im Einzelfall aufgenommen werden kann. Die konkreten Handlungsanweisungen sind auf den Homepages des BLSV und BTV nachzulesen und bei Fragen kann jedes Mitglied auf mich zukommen.

Was bedeutet dies nun konkret für den WSV:

1. Die Tennisplätze dürfen am kommenden Montag, 11. Mai wieder unter strengen Hygieneauflagen geöffnet werden. In telefonischer Absprache mit Petra Zollner habe ich bereits vereinbart, dass Petra Zollner und Alex Schüller dies entsprechend organisieren und kommunizieren. Entsprechende Handlungsempfehlungen und Vorlagen finden sich auf den Homepages des BLSV und BTV. Desweiteren muss für jede selbständige Sportabteilung ein Coronaverantwortlicher benannt werden. Dies wird für die Tennisabteilung Abteilungsleiterin Petra Zollner sein und ich bitte Euch konsequent den Vorgaben zu folgen.

2. Für den übrigen Sportbetrieb beim WSV erlauben die derzeitigen Lockerungen vorerst bis zum 5. Juni keine Möglichkeit reguläre Sportübungsstunden in Gruppen anzubieten, da die erforderlichen Vorgaben nicht eingehalten werden können. Der Gemeindesaal für die meisten Übungsstunden bleibt gesperrt und auch für die Freiluftangebote sehe ich angesichts der strengen Auflagen keine Möglichkeit diese freizugeben. Auch für den Gesamtverein ist ein Coronaverantwortlicher zu benennen. Diese Funktion werde ich selbst ausüben und ich bitte Euch jetzt schon um Verständnis, wenn im Hinblick auf die behördlichen Auflagen von meiner Seite auf konsequente Einhaltung weiterhin gepocht werden muss, da wir als eingetragener Sportverein eine Vorbildfunktion einnehmen müssen.

3. Aussicht: Ich gehe nach derzeitigem Stand davon aus, dass Anfang Juni mit weiteren Lockerungen zu rechnen ist und wir dann sukzessive unsere Angebote wieder aufnehmen können. Ich danke Euch allen und auch darüberhinaus allen aktiven Mitgliedern für Eure Geduld und wünsche Euch ein gutes, unfallfreies individuelles Training (Laufen, Radfahren, Fitness daheim mit Unterstützung der Videos von Vroni und Sophie) und bleibt weiterhin gesund.

Ich würde mich auch freuen, von Euch zu hören oder zu lesen.

Liebe Grüße

Wolfgang Rau

Natürlich treffen uns als sehr aktiven und sozial engagierten Sportverein diese Maßnahmen nun erst einmal hart. Durch die Umsetzung der genannten Maßnahmen wird es aber hoffentlich in einigen Wochen wieder möglich sein, gesund und im gewohnten Maß wieder gemeinsam zu trainieren.

HIER könnt ihr euch im „Home-Office“ mit ein paar knackigen Workouts fit halten 🙂

Bleibt gesund!

Wolfgang Rau, 1. Vorstand
Veronika Gacia, 2. Vorstand und sportliche Leitung

Einladung zum Bilderabend der Bergsportabteilung

Die Bergsportabteilung des WSV Zellerreit lädt am Sonntag, 12.01. um 19 Uhr zu einem Bilderabend im Gasthaus Esterer in Zellerreit ein. Alfons König hat eine Zusammenstellung der Fotos von der Dolomitenfahrt nach Corvara mit den Touren im Langkofelgebiet, zum Sassongher und zum Piscadugipfel vorbereitet. Außerdem werden Bilder von den Bergtouren des letzten Jahres gezeigt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

WSV-Wintertour auf die Schneegrubenspitze

Die frühe Abfahrt morgens um halb 7 in Ramerberg hat sich gelohnt, wir errrichten den kurzen Grund bei Kelchsau noch vor dem Stau durch den Skifahrerverkehr.
Der morgentliche Stau war nicht die einzige Herausforderung, denn die Straße zum Parkplatz am Gasthaus Wegscheid war vereist. Wir schafften es letztendlich sogar ohne Schneeketten, doch die Anspannung aller Beteiligten war im Auto zu spüren.
Am Parkplatz angekommen mussten wir leider feststellen, dass das zweite Auto das weitere vier Wintersportler des WSV zum Ausgangspunkt bringen sollte, leider nicht so viel Glück hatte und sich dadurch kurzfristig zu einer anderen Tour entscheiden musste.

Aufstieg zum Schneegrubenschartl

Nach rund zweieinhalb Stunden Aufstieg ereichten wir gemeinsam mit insgesamt sechs Skitouren- und drei Schneeschuhgehern das Schneegrubenschartl, wo sich uns das erste Mal das gigantische Panomrama auf die umliegende winterliche Bergwelt und den scheinbar zum Greifen nahen Gipfeln des Alpenhauptkamms bot. Einem Teil der Gruppe genügte diese Aussicht und machte in der Sonne Brotzeit.

Gipfelstürmer Schneegrupgenspitze

Der Rest der Gruppe machte sich weiter über den Gipfelgrat zum Gipfel, den wir nach ca. einer weiteren Stunde erreichten. Auch dort genossen wir die fantastische Fernsicht und freuten uns bereits auf die Abfahrt im frischen Pulverschnee die uns erwartete. Die beiden Schneeschuhgeher die den Gipfel erklommen haben machten sich nach der Gipfelrast auf den direkten Abstieg. Die Skifahrer nutzten die Gelgenheit zogen Ihre Spuren noch in einen kaum berührten Hang um die Schneeschuhgeher nach einem zusätzlichen Anstieg wieder einzuholen.

Ausklang bei Kaffe und Kuchen

Nach der weiteren Abfahrt über teils unverspurte Pulverhänge trafen wir uns alle wieder im Gasthaus Wegscheid, wo wir diesen schönen Tag bei Kaffe und Kuchen ausklingen ließen.

Ortswechsel nun endlich auch für’s WSV-Fitnesstraining

Im Januar 2020 ist es soweit: Auch das Fitnesstraining mit Vroni zieht in’s neue ramerberger Gemeindehaus um und nutzt dort den Gemeindesaal mit Sportboden. Der Ortswechsel bringt auch eine zeitliche Veränderung mit sich: Das Training findet nun von 19:00 bis 20:30 Uhr statt.

Wilkommen ist wie immer jeder, der dem Winterspeck den Kampf ansagen möchte und fit für Winter- wie auch Sommersport werden möchte … Am 09. Januar geht’s los, bitte Sportmatte mitbringen!

Gefahren beim Ski- & Schneeschuhgehen erkennen und meistern

Theorieabend in Ramerberg

Der Winter steht vor der Tür und die Zellerreiter scharren bereits mit den Skikanten und Schneeschuhen. Letztes Jahr durfte Johannes die Ausbildung zum Fachübungsleiter Skitouren machen und lernte dort so einiges über Lawinen, deren Warnzeichen und was im Ernstfall zu tun ist.
Einen groben Überblick und die wichtigsten Theoretischen Inhalte vermittelte er allen Interessierten WSVlern daher an einem Theorieabend im neuen Ramerberger Vereinsheim.

Sondieren und Punktortung

Damit das gehörte auch richtig umgesetzt werden kann machten sich die Skitouren und Schneeschuhgeher am nächsten Wochenende auf die Suche nach ausreichend Schnee, um ihr neues Fachwissen anwenden zu können. Aufgeteilt in 3 Gruppen ging es von der kleinen Kirche am Spitzingsee los Richtung Rosskopf.
Am Fuße des Berges wurden in den einzeln Gruppen die Abläufe bei einer Lawinensuche geübt. Pipser wurden vergraben, wieder geortet, sondiert und geborgen.

Anschließend machten sich fast alle auf den Weg Richtung Rosskopf. Leider musste ein junger Motivierter WSVler nach der Praxisübung mit einer irreparablen Bindung abbrechen und baute sich einen netten Freund, den Schneemann Bernd, mit dem er die Sonne genoss, bis der Rest von der Tour zurück gekehrt ist.
Während des Anstiegs gingen die Einzelnen Gruppenleiter (Helmut, Johannes und Regina) mit ihren Mitgliedern auf verschiedene Punkte ein. Beispielsweise das energiesparende Gehen mit Skiern, der richtigen Spurwahl und das ermitteln der Hangneigung mittels Skistöcken.

Die Schneeschuhgeher warteten am Gipfel bei der verdienten Brotzeit auf die beiden Skitourengruppen und empfingen sie mit einem „Berg heil“ bevor sie sich auf den Abstieg Richtung Auto, entlang des Aufstieges machten.
Die Skitouren Geher konnten gemütlich die Piste hinabfahren.
Nach einem Praxistag bei schönem Wetter und genügend Schnee für Ski und Schneeschuh gönnten sich einige WSVler bei einem Einkehrschwung noch ein Stück Kuchen und Kaffee.


Alzauenlauf 2019

Die zellerreiter LäuferInnen kurz vor dem Startschuss beim Alzauenlauf in Trostberg

Am 09. November stand für die Zellerreiter LäuferInnen der vorerst letzte größere Wettkampf auf dem Programm: Der Alzauenlauf in Trostberg, der mit einer Wettkampfstrecke von 10 Kilometern an der Alz entlang immer wieder ein wunderschönes Laufereignis darstellt. Um 14:00 Uhr fiel bei kaltem aber trockenem Wetter um die 0 Grad der Startschuss am Sportplatz in Trostberg. Nach zwei Bahnumrundungen ging es auf die Laufstrecke durch den Ort und die Alz hinunter, Bei Kilometer 5 führte die Laufstrecke dann über die Alz und den Fluss aufwärts wieder zurück zum Sportplatz, wo nach einem Zielsprint von 300 Metern auf der Bahn dann der Zieleinlauf mit einer leckeren Zielverpflegung auf die LäuferInnen wartete.

Bei diesem schönen Herbst-Lauf kamen gleich drei WSVlerinnen auf’s Stockerl in Trostberg und konnten sich über eine essbare Medallie aus Lebkuchen freuen: Morena Maierbacher setzte sich mit einer neuen persöhnlichen Bestzeit von 50:18 Minuten gegen die Konkurrenz in der wU20 durch und überholte auf dem letzten Kilometer auch noch Vereinskollegin Regina Steinegger (50:24 Minuten). Vroni Gacia wurde mit 43:54 Minuten Dritte in der Damen-Hauptklasse und Monika Hell, die aufgrund einer Verletzung leider nicht so schnell laufen konnte, wie sie gerne wollte, belegte mit einer Zielzeit von 1:07:10 dennoch Platz 3 in der w60. Auch Nicole Scheidegger lief mit einer tollen Zeit von 54:09 Minuten ins Ziel.

Die Zellerreiter Jungs konnten zwar an diesem Samstag keinen Stockerlplatz ergattern, waren mit ihren Zielzeiten aber trotzdem sehr zufrieden: Patrick Hermann finishte mit einer starken Zielzeit von 40:21 Minuten im Mittelfeld der Herren-Hauptklasse und auch Stefan Maierbacher (49:19 Minuten) freute sich über den gelungenen Wettkampf zum Saisonende.

Simssee Halbmarathon 2019

Immer wieder einen Besuch wert ist der Simssee Halbmarathon mit seiner landschaftlich reizvollen wenn auch technisch etwas anspruchsvolleren Strecke. Auch für 14 WSVlerInnen ging es am Samstag den 19. Oktober in Riedering an den Start, denn gleich drei WSV-Staffeln und auch 2 Halbmarathonies wollten diesen Tag mit seinen optimalen Laufbedingungen bei trockenen 17 Grad ausnutzen.

Vroni Gacia und Magdalena März nahmen die 21.1 Kilometer lange Halbmarathondistanz in Angriff und sahnten prompt bei der Siegerehrung ab. Mit einer Zielzeit von 01:42:43 war Platz 2 in der weiblichen Hauptklasse für Vroni drin und Magdalena lief mit ihrer Zielzeit von 01:49:16 sogar auf Platz 1 in der Klasse Frauen W30.

Die WSV-Laufmädels-Staffel mit Sophie Gerer, Franzi Gäch, Tina Hamedinger und Regina Steinegger belegte mit einer Spitzen-Zielzeit von 01:42:04 Platz 3 unter allen Damen-Staffeln. Die WSV-Powerfrauen-Staffel mit Monika Hell, Monika Riedl, Christine Reichl und Gelinde Hamedinger belegte mit einer Zielzeit von 02:04:32 Platz 11 der Damen-Staffeln. Währenddessen gab die WSV-Testostaffel Vollgas: Joseph Maierbacher, Sebastian Urban, Johannes Kirchlechner und Patrick Hermann kannten kein Halten mehr. Endlich ungestört von den Mädels und voller Adrenalin preschten alle vier auf ihrem jeweiligen Streckenabschnitt vorwärts und belegten so gemeinsam mit einer Endzeit von 01:28:33 Platz 4 der Herren-Staffeln.

Der München Marathon 2019 & Der Mann mit dem Hammer

Wie nah Schmerz und Freude beieinander liegen können, erfuhren unsere WSVlerInnen beim Generali München Marathon am 13. Oktober.

Sophie Gerer und Ute Axthammer hatten sich die Königsdisziplin des Laufsportes vorgenommen: 42,195 Kilometer sollten es an diesem Sonntag sein. Vom Start am Olympiazentrum ging es Richtung Schwabing und nach einer „kleinen Schleife“ von 5 Kilometern die Leopoldstraße hinunter, einmal um den Königsplatz und wieder zurück tauchten die Marathonies ins Grün des englischen Gartens ein. Doch bereits hier der erste kritische Moment: bei den beiden WSVler Läuferinnen streikte hier bei Kilometer 15 das GPS der Pulsuhren – die gehäufte münchner Botanik war wohl zu viel des Guten.

Als es nach 10 Kilometern bei Kilometer 21, also genau bei der Hälfte der Marathonstrecke, wieder aus dem englischen Garten heraus ging, rächte sich zudem ein klassischer „Anfängerfehler“, den Sophie und Ute zu Beginn des Wettkampfes gemacht hatten: Sie waren etwas zu schnell gestartet. Statt dem geplanten Renntempo von 05:27 Min./Kilometer zeigte die Uhr auf den ersten 10 Kilometern nämlich 05:15 Min./Kilometer an. Der Laie mag an dieser Stelle vielleicht meinen, dass man sich doch freuen könne, 13 Sekunden schneller zu sein als geplant, doch auf einer so langen Wettkampfdistanz wie der des Marathons ist dieses zu schnelle Angehen des Rennes meist der Garant für den sogenannten „Mann mit dem Hammer“ später im Verlauf des Wettkampfes.

Ute bekam die Symptome zuerst zu spüren: Wadenkrämpfe, Übelkeit, die auch ein kohlenhydratreiches Gel nicht retten konnte, und damit einhergehend natürlich auch das psychische Läufertief waren ab Kilometer 21 ihre treuen Begleiter für den Rest der Strecke. Auch bei Sophie machte sich etwas später bemerkber, dass durch die etwas zu schnellen ersten Kilometer der Körper schon zu früh keine Reserven mehr übrig hatte. Mit Schmerzen und Übelkeit ging es weiter auf der Strecke von der Richard-Strauß-Straße bis zum Werksviertel, am Ostbahnnhof vorbei durchs Tal, über den Viktualienmarkt und den Marienplatz, noch einmal am Siegestor vorbei und dann endlich auf die letzten 5 Kilometer nach Westen zum Olympiazentrum zurück.

Der Zieleinlauf im Olympiastadion war für beide WSVlerinnen in diesem Jahr der bislang am härtesten erkämpfte in ihrer Läuferkarriere und dennoch konnte nichts die beiden davon abhalten, zu finishen. Unterstützt und in Abschnitten der Strecke begleitet von Trainer Helmut Gerer und den WSVlerinnen Joseph und Morena Maierbacher kam Sophie nach 04:14:08 im Ziel an, Ute finishte mit 04:32:07. Diese mentale Stärke verdient an dieser Stelle besonderes Lob.

Die WSV-Speed-Staffel

Freudige Momete gab es beim Generali München Marathon an diesem Sonntag aber auch zu vermerken, denn nicht nur die Marathonies gingen an den Start sondern auch eine WSV-Mixed-Staffel, die sich die 42,195 Kilometer lange Strecke teilte. Patrick Hermann startete mit vielen hundert anderen Staffel-Startläufern um 10:20 Uhr nach dem Marathonstart und machte sich sogleich daran, das große Feld der Marathonies zu jagen. Nach 11,2 Kilometern wurde er von Joseph Maierbacher abgelöst, der im englischen Garten auf seiner Strecke von 10 Kilometern einige Marathonies überholen konnte und eine gute Position für den dritten Staffelläufer Johannes Kirchlechner herauslief. Johannes konnte auf seiner Abschnittsstrecke von 5,7 Kilometern ordentlich Gas geben und sprintete zur letzten Wechselstation, wo schon Vroni Gacia wartete, um den Staffelstab sicher ins Ziel zu bringen. Sie lief den längsten Streckenabschnitt von 15,3 Kilometern und da die Jungs so gut vorgelegt hatten, konnten unsere WSVler an diesem sonnigen Sonntag auf eine Gesamtzielzeit von 03:11:19 stolz sein – Der 8. Platz unter 521 Mixed-Staffeln!

10 Kilometer mit Marathonfeeling

Mit dabei waren auch Tina Hamedinger und Regina Steinegger, die beide Lust hatten, einen 10-Kilometer-Lauf mit Marathonatmosphäre zu genießen. Als die Marathonies bereits alle auf der Strecke unterwegs waren gab es dann endlich auch für die beiden WSVlerinnen den Startschuss auf die Marathonstrecke. Bei Kilometer 5 unterhalb des Siegestors gab es für die 10 Kilometer-Läufer dann einen Wendepunkt und noch vor den Marathonies waren die beiden schon wieder im Ziel: Tina mit einer Zielzeit von 49:32 Minuten und Regina mit 53:40 Minuten. Doch kaum im Ziel angekommen gönnten sich die beiden nur eine kleine Pause um sich gleich wieder auf den Weg an die Marathonstrecke zu machen und die restlichen WSVler an der Strecke und bei ihren Zieleinläufen anzufeuern.