WSV-Wintertour auf die Schneegrubenspitze

Die frühe Abfahrt morgens um halb 7 in Ramerberg hat sich gelohnt, wir errrichten den kurzen Grund bei Kelchsau noch vor dem Stau durch den Skifahrerverkehr.
Der morgentliche Stau war nicht die einzige Herausforderung, denn die Straße zum Parkplatz am Gasthaus Wegscheid war vereist. Wir schafften es letztendlich sogar ohne Schneeketten, doch die Anspannung aller Beteiligten war im Auto zu spüren.
Am Parkplatz angekommen mussten wir leider feststellen, dass das zweite Auto das weitere vier Wintersportler des WSV zum Ausgangspunkt bringen sollte, leider nicht so viel Glück hatte und sich dadurch kurzfristig zu einer anderen Tour entscheiden musste.

Aufstieg zum Schneegrubenschartl

Nach rund zweieinhalb Stunden Aufstieg ereichten wir gemeinsam mit insgesamt sechs Skitouren- und drei Schneeschuhgehern das Schneegrubenschartl, wo sich uns das erste Mal das gigantische Panomrama auf die umliegende winterliche Bergwelt und den scheinbar zum Greifen nahen Gipfeln des Alpenhauptkamms bot. Einem Teil der Gruppe genügte diese Aussicht und machte in der Sonne Brotzeit.

Gipfelstürmer Schneegrupgenspitze

Der Rest der Gruppe machte sich weiter über den Gipfelgrat zum Gipfel, den wir nach ca. einer weiteren Stunde erreichten. Auch dort genossen wir die fantastische Fernsicht und freuten uns bereits auf die Abfahrt im frischen Pulverschnee die uns erwartete. Die beiden Schneeschuhgeher die den Gipfel erklommen haben machten sich nach der Gipfelrast auf den direkten Abstieg. Die Skifahrer nutzten die Gelgenheit zogen Ihre Spuren noch in einen kaum berührten Hang um die Schneeschuhgeher nach einem zusätzlichen Anstieg wieder einzuholen.

Ausklang bei Kaffe und Kuchen

Nach der weiteren Abfahrt über teils unverspurte Pulverhänge trafen wir uns alle wieder im Gasthaus Wegscheid, wo wir diesen schönen Tag bei Kaffe und Kuchen ausklingen ließen.

Ortswechsel nun endlich auch für’s WSV-Fitnesstraining

Im Januar 2020 ist es soweit: Auch das Fitnesstraining mit Vroni zieht in’s neue ramerberger Gemeindehaus um und nutzt dort den Gemeindesaal mit Sportboden. Der Ortswechsel bringt auch eine zeitliche Veränderung mit sich: Das Training findet nun von 19:00 bis 20:30 Uhr statt.

Wilkommen ist wie immer jeder, der dem Winterspeck den Kampf ansagen möchte und fit für Winter- wie auch Sommersport werden möchte … Am 09. Januar geht’s los, bitte Sportmatte mitbringen!

Rasanter Jahresabschluss beim Vorsilvesterlauf in Aschau

Einen wahrhaft rasanten Jahresabschluss feierten die WSVler LäuferInnen bereits am 28. Dezember bei frischen -2° in Aschau im Chiemgau. Dort fand der jährliche Vorsilvesterlauf auf der wunderschön beleuchteten und winterlich dekorierten Laufstrecke durch den Ort statt. Auf dem Rundkurs mit Live-Bands und Trommelgruppe, den die Läufer drei mal absolvierten, wurde es trotz einiger dunklerer Abschnitte nie langweilig und der Zieleinlauf, der auch noch leicht bergab führte, sorgte gemeinsam mit den vielen Zuschauern für ein echtes Läuferfest mit toller Stimmung.

Die Zellerreiter LäuferInnen top motiviert vor dem Start beim letzten Wettkampf des Jahres.

Um 19:00 Uhr starteten Ute Axthammer, Morena Maierbacher, Vroni Gacia, Sophie Gerer und Regina Steinegger beim ersten Wettkampf, dem Hobbylauf. Hier sollten eigentlich nur LäuferInnen mit einer Zielzeit ab 22 Minuten starten, weshalb Vroni auch vom Moderator ein bisschen geschimpft wurde, als sie mit einer Zielzeit von 21:35 als erste Frau ins Ziel einlief – nächstes Jahr also dann für den Hauptlauf anmelden, Vroni! Sophie Gerer und Ute Axthammer genossen die Stimmung bei diesem letzten Wettkampf im Jahr sichtlich und liefen als 6. (Ute, 23:00 Minuten) und 8. Frau (Sophie, 23:09 Minuten) ins Ziel ein. Auch Morena startete nochmal richtig durch und kam nach 23 Minuten und 53 Sekunden ins Ziel, Regina folgte mit 24:46. Ein perfekter Jahresabschluss für unsere Mädels also, der gleich beim Zielbuffet mit Punsch, Stollen und Lebkuchen gefeiert werden konnte.

Die Zellerreiter Jungs hatten sich den Jahresabschluss allerdings in diesem Jahr etwas weniger entspannt vorgestellt: Für Patrick Hermann, Joseph Maierbacher und Johannes Kirchlechner war der Hobbylauf offensichtlich zu langweilig und sie meldeten sich für den Hauptlauf um 19:45 an. Auf genau der selben Strecke starteten hier nun die ambitionierteren Läufer der Region und somit auch unsere drei Zellerreiter. Bei Patrick lief es – im wahrsten Sinne des Wortes – super: Nach nur 19 Minuten und 26 Sekunden war er schon wieder im Zielbogen … eine Spitzenzeit! Joseph Maierbacher flog wenige Sekunden danach mit einer Zielzeit von 20:27 ins Ziel. Johannes Kirchlechner folgte mit 20:53 ein wenig später: Sekunden, die ihm ein taktischer Fehler kurz vor dem Start einbrachten, denn Johannes konnte der lecker duftenden Bratwurschtsemmel an einem der vielen Stände im Startbereich einfach nicht widerstehen. 🙂

In diesem Sinne wünschen die Zellerreiter LäuferInnen einen guten Start ins Jahr 2020 und freuen sich auf viele erfolgreiche und spannende Wettkämpfe. Dank gilt an dieser Stelle wie immer unseren Trainern und Unterstützern – ihr seid der Grund, warum bei allen Wettkämpfen immer alles wie am Schnürchen funktioniert, DANKE dafür!

Gefahren beim Ski- & Schneeschuhgehen erkennen und meistern

Theorieabend in Ramerberg

Der Winter steht vor der Tür und die Zellerreiter scharren bereits mit den Skikanten und Schneeschuhen. Letztes Jahr durfte Johannes die Ausbildung zum Fachübungsleiter Skitouren machen und lernte dort so einiges über Lawinen, deren Warnzeichen und was im Ernstfall zu tun ist.
Einen groben Überblick und die wichtigsten Theoretischen Inhalte vermittelte er allen Interessierten WSVlern daher an einem Theorieabend im neuen Ramerberger Vereinsheim.

Sondieren und Punktortung

Damit das gehörte auch richtig umgesetzt werden kann machten sich die Skitouren und Schneeschuhgeher am nächsten Wochenende auf die Suche nach ausreichend Schnee, um ihr neues Fachwissen anwenden zu können. Aufgeteilt in 3 Gruppen ging es von der kleinen Kirche am Spitzingsee los Richtung Rosskopf.
Am Fuße des Berges wurden in den einzeln Gruppen die Abläufe bei einer Lawinensuche geübt. Pipser wurden vergraben, wieder geortet, sondiert und geborgen.

Anschließend machten sich fast alle auf den Weg Richtung Rosskopf. Leider musste ein junger Motivierter WSVler nach der Praxisübung mit einer irreparablen Bindung abbrechen und baute sich einen netten Freund, den Schneemann Bernd, mit dem er die Sonne genoss, bis der Rest von der Tour zurück gekehrt ist.
Während des Anstiegs gingen die Einzelnen Gruppenleiter (Helmut, Johannes und Regina) mit ihren Mitgliedern auf verschiedene Punkte ein. Beispielsweise das energiesparende Gehen mit Skiern, der richtigen Spurwahl und das ermitteln der Hangneigung mittels Skistöcken.

Die Schneeschuhgeher warteten am Gipfel bei der verdienten Brotzeit auf die beiden Skitourengruppen und empfingen sie mit einem „Berg heil“ bevor sie sich auf den Abstieg Richtung Auto, entlang des Aufstieges machten.
Die Skitouren Geher konnten gemütlich die Piste hinabfahren.
Nach einem Praxistag bei schönem Wetter und genügend Schnee für Ski und Schneeschuh gönnten sich einige WSVler bei einem Einkehrschwung noch ein Stück Kuchen und Kaffee.


Ein Marathon in Bella Italia

Wer spontan ist erlebt was! Zumindest traf das auf Ute Axthammer und Sophie Gerer zu, die nach ihrem nicht ganz so zufriedenstellenden Marathon in München die Chance nutzten und sich beim Verona-Marathon am 17.11.19 anmeldeten. Die Entscheidung für den Lauf fiel erst ca. 2 Wochen vorher. In aller Kürze musste deshalb das von den Italienern geforderte Gesundheitszeugnis her, sowie Unterkunft und Startplatz gebucht werden. Die Anreise in das wunderschöne und leider auch regnerische Verona verlief entspannt und problemlos, ebenso wie die Abholung des Starterpakets auf der Marathonmesse. Am nächsten Morgen wurde den Läufern erst wirklich bewusst was sie eigentlich vorhatten: den zweite Marathon in einem Monat! Und das bei kühlen Temperaturen, Wind und Regen. Pünktlich zum Start – welcher mit der italienischen Nationalhymne eingeleitet wurde – hörte es allerdings auf zu regnen und der Marathon konnte beginnen. Jetzt war es auch vorbei mit der Nervosität und Ute und Sophie genossen die ersten 29 km die gute Stimmung auf der leicht hügeligen Laufstrecke. Die beiden schafften es durchgehend konstant zu laufen, bis Ute, von Wadenkrämpfen geplagt, etwas zurück blieb. Sophie versuchte die Pace von 5:33 min zu halten und erhielt über 3 km auch Support von Helmut Gerer. Ute kämpfte sich die letzten Kilometer gemeinsam mit Trainer Helmut zur Arena in Verona. Durch immer wieder starke Windböen war es kein Bestzeiten-Lauf, aber die grandiose Stimmung der Läufer, das Wissen, dass man eine bessere Zeit geschafft hat, als in München (Sophie schaffte eine Zeit von 3:58 h und Ute von 4:10 h) und der Zieleinlauf über den roten Teppich direkt neben dem Amphitheater von Verona garantierte einen grandiosen Endorphinrausch! Nach den überstandenen 42,195 km gönnten sich die beiden Marathonis eine lockernde Sportmassage, bevor es schon Richtung Bahnhof auf den Heimweg ging. Diese wurde zwar durch die Schneemassen am Brenner um einen Tag verzögert, aber einen glücklichen Marathonläufer haut dann auch nichts mehr so schnell um. Ein riesiges Dankeschön gilt hier unserem Trainer Helmut Gerer, der uns zu dieser leicht verrückten Idee inspirierte und uns vor allem durchgehend als Packesel, Motivator und Pacemaker unterstützte!

Mitgliederversammlung des WSV Zellerreit

Ein lang gehegter Traum wird endlich Wirklichkeit

Der neue Gemeinde-Multifunktionssaal im kürzlich eingeweihten neuen Bürgerhaus der Gemeinde Ramerberg stand in besonderem Fokus der diesjährigen Mitgliederversammlung des WSV Zellerreit. So viele Jahre hatten die Wintersportler, die mittlerweile Ganzjahressportler mit Wintersportangebot sind, darauf hingewirkt einen geeigneten Sportübungsraum auf heimischen Boden zu erhalten. Und nun wurde mit dem Neubau dieser Traum endlich wahr. Und seit den ersten Novembertagen sind die WSV´ler bereits mit 6 Abendangeboten an 4 Wochentagen fleißig im neuen Saal beim Trainieren. So können Step-Aerobic, Seniorengymnastikgruppen, Männer- und Fitnessgymnastik, sowie Kindertanztraining nun endlich alle in Ramerberg stattfinden. Bürgermeister Georg Gäch, der mit beiden Bürgermeister-Stellvertretern an diesem Abend vor Ort war, musste das besonders freuen. Was er an Berichten und neuen Ideen der jungen und junggebliebenen aufstrebenden WSV-Mannschaft zu hören bekam, schien deutlich zu beeindrucken. Gleich vier junge Sportler haben sich in diesem Jahr zu einer lizenzierten Übungsleiterausbildung entschlossen und werden das WSV-Angebot ab nächstem Jahr merklich erweitern. Neu im Angebot des WSV ist ein Trail-Running, was sich früher Berglauf nannte. Auch die Vielseitigkeit soll im kommenden Jahr mit der Ehrung des „WSV´ler des Jahres“ geehrt werden. Dazu wurde eine Sammelkarte entwickelt, in der jedes Vereinsmitglied für durchgeführte Aktivitäten mit Punkten belohnt wird und am Jahresende der Punktbeste den Titel davonträgt. Dass diese Idee nicht total bierernst zu nehmen ist und darin nicht allein verbissener Ehrgeiz gesehen werden muss, beweist die Tatsache, dass es auch Genießer Punkte für die Teilnahme an Vereinsfesten und geselligen Veranstaltungen geben wird. Neben den neuen Ideen kann der WSV aber vor allem mit einer kontinuierlich guten Beteiligung bei den sportlichen Angeboten aufwarten. Langlaufkurse für Erwachsene und Jugend waren im letzten Winter einmal mehr ausgebucht. Auch die Teilnehmerzahlen bei den Bergsportaktivitäten sind rekordverdächtig. Die Zellerreiter Läufermannschaft ist mittlerweile überregional bekannt und war in der abgelaufenen Saison erstmals sogar international (Rom-Marathon / Verona-Marathon) unterwegs. Auch die Tennisabteilung war wieder sehr aktiv und mit 4 Mannschaften und respektablen Ergebnissen in der Tennisverbandsrunde unterwegs. Nicht verstecken müssen sich die Junggebliebenen des Vereins. Besonders das Seniorenradfahren bekommt immer mehr Zuspruch. Dabei steht der WSV weiterhin finanziell auf sehr gesunden Füssen, was aber nur mit den großzügigen Übungsleiterzuschüssen von Landkreis und Gemeinde zu bewerkstelligen ist und die Mitgliederzahl ist bei 600 seit Jahren sehr stabil. Für 25 Jahre treue Mitgliedschaft beim WSV wurden geehrt: Walter Duschek, Markus Grandl, Resi Lederwascher, Brigitte Mühlhuber, Monika Arnold, Heidi Stangassinger, Annemarie Straßgütl; für 40-jährige Mitgliedschaft: Franz Bodmaier, Josef Bodmaier, Engelbert Grandl, Erich Grandl, Monika Hell, Gabi Ried und Resi Stanner. Der kurzweilige Abend mit vielen heiteren Anekdoten endete einmal mehr mit einem Bilderbogen durch das abgelaufene Vereinsjahr.

Wolfgang Rau

Alzauenlauf 2019

Die zellerreiter LäuferInnen kurz vor dem Startschuss beim Alzauenlauf in Trostberg

Am 09. November stand für die Zellerreiter LäuferInnen der vorerst letzte größere Wettkampf auf dem Programm: Der Alzauenlauf in Trostberg, der mit einer Wettkampfstrecke von 10 Kilometern an der Alz entlang immer wieder ein wunderschönes Laufereignis darstellt. Um 14:00 Uhr fiel bei kaltem aber trockenem Wetter um die 0 Grad der Startschuss am Sportplatz in Trostberg. Nach zwei Bahnumrundungen ging es auf die Laufstrecke durch den Ort und die Alz hinunter, Bei Kilometer 5 führte die Laufstrecke dann über die Alz und den Fluss aufwärts wieder zurück zum Sportplatz, wo nach einem Zielsprint von 300 Metern auf der Bahn dann der Zieleinlauf mit einer leckeren Zielverpflegung auf die LäuferInnen wartete.

Bei diesem schönen Herbst-Lauf kamen gleich drei WSVlerinnen auf’s Stockerl in Trostberg und konnten sich über eine essbare Medallie aus Lebkuchen freuen: Morena Maierbacher setzte sich mit einer neuen persöhnlichen Bestzeit von 50:18 Minuten gegen die Konkurrenz in der wU20 durch und überholte auf dem letzten Kilometer auch noch Vereinskollegin Regina Steinegger (50:24 Minuten). Vroni Gacia wurde mit 43:54 Minuten Dritte in der Damen-Hauptklasse und Monika Hell, die aufgrund einer Verletzung leider nicht so schnell laufen konnte, wie sie gerne wollte, belegte mit einer Zielzeit von 1:07:10 dennoch Platz 3 in der w60. Auch Nicole Scheidegger lief mit einer tollen Zeit von 54:09 Minuten ins Ziel.

Die Zellerreiter Jungs konnten zwar an diesem Samstag keinen Stockerlplatz ergattern, waren mit ihren Zielzeiten aber trotzdem sehr zufrieden: Patrick Hermann finishte mit einer starken Zielzeit von 40:21 Minuten im Mittelfeld der Herren-Hauptklasse und auch Stefan Maierbacher (49:19 Minuten) freute sich über den gelungenen Wettkampf zum Saisonende.

Simssee Halbmarathon 2019

Immer wieder einen Besuch wert ist der Simssee Halbmarathon mit seiner landschaftlich reizvollen wenn auch technisch etwas anspruchsvolleren Strecke. Auch für 14 WSVlerInnen ging es am Samstag den 19. Oktober in Riedering an den Start, denn gleich drei WSV-Staffeln und auch 2 Halbmarathonies wollten diesen Tag mit seinen optimalen Laufbedingungen bei trockenen 17 Grad ausnutzen.

Vroni Gacia und Magdalena März nahmen die 21.1 Kilometer lange Halbmarathondistanz in Angriff und sahnten prompt bei der Siegerehrung ab. Mit einer Zielzeit von 01:42:43 war Platz 2 in der weiblichen Hauptklasse für Vroni drin und Magdalena lief mit ihrer Zielzeit von 01:49:16 sogar auf Platz 1 in der Klasse Frauen W30.

Die WSV-Laufmädels-Staffel mit Sophie Gerer, Franzi Gäch, Tina Hamedinger und Regina Steinegger belegte mit einer Spitzen-Zielzeit von 01:42:04 Platz 3 unter allen Damen-Staffeln. Die WSV-Powerfrauen-Staffel mit Monika Hell, Monika Riedl, Christine Reichl und Gelinde Hamedinger belegte mit einer Zielzeit von 02:04:32 Platz 11 der Damen-Staffeln. Währenddessen gab die WSV-Testostaffel Vollgas: Joseph Maierbacher, Sebastian Urban, Johannes Kirchlechner und Patrick Hermann kannten kein Halten mehr. Endlich ungestört von den Mädels und voller Adrenalin preschten alle vier auf ihrem jeweiligen Streckenabschnitt vorwärts und belegten so gemeinsam mit einer Endzeit von 01:28:33 Platz 4 der Herren-Staffeln.

Der München Marathon 2019 & Der Mann mit dem Hammer

Wie nah Schmerz und Freude beieinander liegen können, erfuhren unsere WSVlerInnen beim Generali München Marathon am 13. Oktober.

Sophie Gerer und Ute Axthammer hatten sich die Königsdisziplin des Laufsportes vorgenommen: 42,195 Kilometer sollten es an diesem Sonntag sein. Vom Start am Olympiazentrum ging es Richtung Schwabing und nach einer „kleinen Schleife“ von 5 Kilometern die Leopoldstraße hinunter, einmal um den Königsplatz und wieder zurück tauchten die Marathonies ins Grün des englischen Gartens ein. Doch bereits hier der erste kritische Moment: bei den beiden WSVler Läuferinnen streikte hier bei Kilometer 15 das GPS der Pulsuhren – die gehäufte münchner Botanik war wohl zu viel des Guten.

Als es nach 10 Kilometern bei Kilometer 21, also genau bei der Hälfte der Marathonstrecke, wieder aus dem englischen Garten heraus ging, rächte sich zudem ein klassischer „Anfängerfehler“, den Sophie und Ute zu Beginn des Wettkampfes gemacht hatten: Sie waren etwas zu schnell gestartet. Statt dem geplanten Renntempo von 05:27 Min./Kilometer zeigte die Uhr auf den ersten 10 Kilometern nämlich 05:15 Min./Kilometer an. Der Laie mag an dieser Stelle vielleicht meinen, dass man sich doch freuen könne, 13 Sekunden schneller zu sein als geplant, doch auf einer so langen Wettkampfdistanz wie der des Marathons ist dieses zu schnelle Angehen des Rennes meist der Garant für den sogenannten „Mann mit dem Hammer“ später im Verlauf des Wettkampfes.

Ute bekam die Symptome zuerst zu spüren: Wadenkrämpfe, Übelkeit, die auch ein kohlenhydratreiches Gel nicht retten konnte, und damit einhergehend natürlich auch das psychische Läufertief waren ab Kilometer 21 ihre treuen Begleiter für den Rest der Strecke. Auch bei Sophie machte sich etwas später bemerkber, dass durch die etwas zu schnellen ersten Kilometer der Körper schon zu früh keine Reserven mehr übrig hatte. Mit Schmerzen und Übelkeit ging es weiter auf der Strecke von der Richard-Strauß-Straße bis zum Werksviertel, am Ostbahnnhof vorbei durchs Tal, über den Viktualienmarkt und den Marienplatz, noch einmal am Siegestor vorbei und dann endlich auf die letzten 5 Kilometer nach Westen zum Olympiazentrum zurück.

Der Zieleinlauf im Olympiastadion war für beide WSVlerinnen in diesem Jahr der bislang am härtesten erkämpfte in ihrer Läuferkarriere und dennoch konnte nichts die beiden davon abhalten, zu finishen. Unterstützt und in Abschnitten der Strecke begleitet von Trainer Helmut Gerer und den WSVlerinnen Joseph und Morena Maierbacher kam Sophie nach 04:14:08 im Ziel an, Ute finishte mit 04:32:07. Diese mentale Stärke verdient an dieser Stelle besonderes Lob.

Die WSV-Speed-Staffel

Freudige Momete gab es beim Generali München Marathon an diesem Sonntag aber auch zu vermerken, denn nicht nur die Marathonies gingen an den Start sondern auch eine WSV-Mixed-Staffel, die sich die 42,195 Kilometer lange Strecke teilte. Patrick Hermann startete mit vielen hundert anderen Staffel-Startläufern um 10:20 Uhr nach dem Marathonstart und machte sich sogleich daran, das große Feld der Marathonies zu jagen. Nach 11,2 Kilometern wurde er von Joseph Maierbacher abgelöst, der im englischen Garten auf seiner Strecke von 10 Kilometern einige Marathonies überholen konnte und eine gute Position für den dritten Staffelläufer Johannes Kirchlechner herauslief. Johannes konnte auf seiner Abschnittsstrecke von 5,7 Kilometern ordentlich Gas geben und sprintete zur letzten Wechselstation, wo schon Vroni Gacia wartete, um den Staffelstab sicher ins Ziel zu bringen. Sie lief den längsten Streckenabschnitt von 15,3 Kilometern und da die Jungs so gut vorgelegt hatten, konnten unsere WSVler an diesem sonnigen Sonntag auf eine Gesamtzielzeit von 03:11:19 stolz sein – Der 8. Platz unter 521 Mixed-Staffeln!

10 Kilometer mit Marathonfeeling

Mit dabei waren auch Tina Hamedinger und Regina Steinegger, die beide Lust hatten, einen 10-Kilometer-Lauf mit Marathonatmosphäre zu genießen. Als die Marathonies bereits alle auf der Strecke unterwegs waren gab es dann endlich auch für die beiden WSVlerinnen den Startschuss auf die Marathonstrecke. Bei Kilometer 5 unterhalb des Siegestors gab es für die 10 Kilometer-Läufer dann einen Wendepunkt und noch vor den Marathonies waren die beiden schon wieder im Ziel: Tina mit einer Zielzeit von 49:32 Minuten und Regina mit 53:40 Minuten. Doch kaum im Ziel angekommen gönnten sich die beiden nur eine kleine Pause um sich gleich wieder auf den Weg an die Marathonstrecke zu machen und die restlichen WSVler an der Strecke und bei ihren Zieleinläufen anzufeuern.